Integrative Psychotherapie und moderne Psychosomatik

Gesund werden ist die eine Sache, gesund bleiben eine andere. Beides basiert auf einer gesunden Balance zwischen Körper, Seele und Geist. Zwischen Körper, Seele und Geist bestehen bedeutende Wechselwirkungen. Diese Zusammenhänge müssen wir verstehen, um entsprechend wirksame Methoden zu finden und entwickeln zu können.

Das bedeutet Forschung als Grundlage und Voraussetzung. Nur eine systemische Betrachtungsweise, die die Komplexität der „Systemkonzeption Mensch“ in seiner Umwelt als Ganzes erfasst und sowohl physiologische als auch psychologische Zusammenhänge erkennt, erschließt die Möglichkeit, ursächlich und nicht nur symptomatisch kranken Menschen zu helfen bzw. gesunde Menschen zu fördern. Hierbei gilt es, nicht nur das Pathogenetische, also die krank machenden Faktoren, sondern auch das Salutogenetische, die Stärken und Ressourcen, in eine ganzheitliche Betrachtung einzubinden. Die Wollmarshöhe beinhaltet dies in ihrer Leitidee.

Moderne Psychosomatik beruht auf Forschung

Die Spannbreite der Forschung reicht so von einer neuen psychosomatischen Betrachtungsweise über die Möglichkeiten des erfahrungsorientierten Lernens und Therapierens bis hin zu neuropsychologischen Gesichtspunkten und der Einbindung der Persönlichkeitsstruktur als Faktor für Gesundheit und Krankheit.

Hierzu ist es erforderlich, Menschen, die sich mit einer solchen ganzheitlichen und systemischen Betrachtungsweise beschäftigen, zu versammeln, um in der Forschung, im Klinikalltag und in kommunikativen Prozessen hier die besten Ansatzpunkte zu entwickeln. Ebenfalls ist es wichtig, sich nach außen hin wissenschaftlich mit interessierten und fortschrittlich denkenden Institutionen und Menschen zu vernetzen. Dies ist unsere Plattform, auf der wir denken und arbeiten.

 

Lehraufträge / Prof. Dr. med. Kilian Mehl

Gastprofessur Staatl. Univ. RSUTS / Moskau

Lehrstuhl für Psychologie

  • z.Zt. „Persönlichkeitsstruktur im interkulturellen Vergleich und Prädisposition zu Erkrankungen“ (Studie)

Gastprofessur European University / Belgrad

  • z.Zt. Entwicklung und Begleitung Studierender im Gesundheitswesen im Studiengang „Master of Health Management“

Professor h.c. der Staatl. Univ. RSUTS / Moskau

Ministerium für Hochschulbildung und Wissenschaft der Russischen Föderation /
Lehrstuhl für Psychologie und Sozialmedizin, Professur h.c.

  • Allgemeine und spezielle Studien und Forschung

Vorlesungen / Vorträge

Die Klinik Wollmarshöhe hält eine Fülle von Vorträgen und Vorlesungen bereit, die angefragt werden können, eine Liste senden wir Ihnen gerne zu. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Zentrale / Verwaltung

Download: Dr. Mehl / Rednerprofil.pdf

Forschungsgebiete

Erfahrungsorientierte Therapie (EOT)

Mit diesem ganzheitlichen und integrativen Konzept können bei psychisch oder psychosomatisch Erkrankten dysfunktionale Störungen durch korrigierende Erfahrungen in funktionale Muster umgewandelt werden. Bei professioneller Begleitung kann vielen Patienten, denen es angesichts des rasanten Biotopwandels an wichtigen Basiskompetenzen für die Anpassung mangelt, durch EOT geholfen werden, was auch mit einer Stärkung ihrer Resilienz einhergeht.

Anhand neuester neurobiologischer Erkenntnisse, internationaler Forschungsergebnisse und anschaulicher Praxisbeispiele wird gezeigt, wie EOT dazu beitragen kann, nachhaltige Therapieerfolge für die ganze Systemkonzeption Mensch zu erzielen.

Erfahrungsorientierter Therapie ist einer der Schwerpunkte des Forschungsbereichs der Klinik Wollmarshöhe um Dr. Mehl (Klinikleitung). Es liegen mehrere Studien vor und es entstand ein Grundlagenbuch zum Thema: Kilian Mehl, Hrsg.; Erfahrungsorientierte Therapie (EOT); Springer Verlag 2017).

Abgeschlossene Studien:

  • Erfahrungsorientiertes Lernen in der Psychotherapie
  • Erfahrungsorientiertes Lernen in der Psychotherapie / Folgestudie
  • Welche hauptsächlichen Wirkimpulse werden durch das Therapeutisch-Intuitive Bogenschießen erfahren?


Laufende Studie:

  • Folgestudie zu den Wirkimpulsen des Therapeutisch-Intuitiven Bogenschießens


Ausführliche Informationen und weitere Studien finden Sie hier:

Erfahrungsorientierte Therapie
> Studien

 

Selbstmanagement / Selbstorganisation

Menschen denken, fühlen, handeln und lernen alle nach den gleichen Prinzipien der "Systemkonzeption Mensch". Durch das immer bessere Verständnis dieser Prinzipien entstehen neue Lehr- und Lernmethoden zu denen die Wollmarshöhe auch forscht. In allen Ergebnissen zeigt sich ein wichtiges Grundprinzip: Nichts prägt nachhaltiger als die eigene Erfahrung. 

Erfahrungslernen und Erfahrungsorientierter Therapie, die maßgeblich auf der Wollmarshöhe entwickelt wurden, bieten grundlegende therapeutische Ansatzmöglichkeiten und öffnen neue, wirksame Lernmethoden die auf der Wollmarshöhe im Klinik- wie auch Seminarbereich ihre Anwendung finden und den Menschen als "Gesamtsystem" einbeziehen.

Um Kompetenzen der Selbstorganisation zu erlernen oder wieder zu erlernen hat die Wollmarshöhe Programme zu Selbstmanagement und Selbstorganisation entwickelt, mit deren Hilfe verschiedene Fähigkeiten und Basiskompetenzen trainiert und als praktische Übung in den Alltag integriert werden können.

Die Hörprogramme finden als Vor- oder Nachbereitung eines Klinikaufenthalts oder als präventive Maßnahme zur Vermeidung von Burn-out und als Therapiemodul ihre Anwendung.

Abgeschlossene Pilotstudie: Selbstmanagement / Audiosensuelle Schulung / „aufhorchen-hoch-drei”

Nähere Informationen zum Selbstmanagementprogramm „aufhorchen-hoch-drei“, sowie das vollständige Hörbuch „Erste Hilfe bei Depression und Angst“, finden Sie hier:

Selbstmanagement: aufhorchen-hoch-drei
Hörbuch Depression / Angst

 

Institut für Erfahrungslernen (infer:)

Das an die Wollmarshöhe angeschlossene Institut für Erfahrungslernen (infer:) wurde 2007 gegründet. Es hat sich zum Ziel gesetzt, die medizinischen Erkenntnisse der wissenschaftlichen Arbeit der Klinik Wollmarshöhe einem größeren Netzwerk zur Verfügung zu stellen, das insgesamt mit der Methode des Erfahrungslernens arbeitet. Zudem entsteht durch die Vernetzung eine gesellschaftlich größere Reichweite für die Methode, die auf vielen Ebenen einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden kann. Um ein sicheres Fundament an Basiskompetenzen, Schlüsselqualifikationen und Gesundheit bei den Menschen zu sichern, bedarf es zukünftig mehr denn je Initiativen und vor allem erfolgreicher Methoden. Diese Methoden zu entwickeln, sie in konkrete Konzepte umzusetzen und Menschen in deren Vermittlung auszubilden, ist Aufgabe des Instituts.

Das Institut arbeitet mit der Methode des Erfahrungslernens in Hinblick auf:

  • Gesundes Sozialverhalten (emotionale und soziale Intelligenz)
  • Gesunde Persönlichkeitsentwicklung
  • Prävention im Bereich seelischer Gesundheitsstörungen
  • Therapie von Stressgeschädigten (z. B. Burn-out-Syndrom) und seelischen Erkrankungen im kurativen Bereich
  • Psychosoziale Gesamtentwicklung in allen unternehmerischen Bereichen (Gesundheitsmanagement / BGM)
  • Ganzheitliche Lehr- und Lernmethoden in Bildung und Erziehung


Vertiefende Informationen finden Sie hier Institut für Erfahrungslernen (infer:).

 

Mental Excellence

Neueste Forschungsergebnisse aus den Bereichen Neurologie, Neuropsychologie, Kognitiver Psychologie und Neurowissenschaften werden an der Klinik Wollmarshöhe hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit in praktische Konsequenzen kritisch gesichtet und teilweise durch eigene Studien ergänzt. So ist eine momentan aktuelle Fragestellung, wie die Therapie neurologisch bedingter Bewegungsstörungen (z. B. bei Multipler Sklerose, Morbus Parkinson oder nach Schlaganfall) durch ein begleitendes mentales Training optimiert werden kann.

Im Rahmen einer anderen Fragestellung beschäftigt sich das Institut mit der Optimierung der psychomentalen Leistungsfähigkeit (der so genannten "Mental Excellence") bei gesunden Personen im höheren Berufsalter.

Des Weiteren erstreckt sich die Aktivität des Instituts auch auf Seminar- und Lehrtätigkeiten für unterschiedliche Personenkreise. Dazu gehören auch Ärzte- und Therapeutenseminare als auch Seminare für Betroffene und Angehörige verschiedener Krankheitsgruppen (z. B. Morbus Parkinson, Multiple Sklerose).

Laufende Studien:

  • Persönlichkeitsstruktur als praedisponierender Faktor für Gesundheit und Krankheit
  • Beobachtungsstudie: 25-Hydroxy-Vitamin-D-Serumspiegel bei Patienten einer Klinik für Psychosomatik (N = ca. 400)


Vertiefende Informationen finden Sie hier:

> Multiple Sklerose und Essentielle Fettsäuren.pdf
> Herz und Kognition.pdf
> Älter werden und Kognition.pdf
> Neuropsychologische Behandlungsmöglichkeiten bei Erkrankungen oder trauma-bedingten Schäden des ZNS.pdf
> Neuropsychologische Beeinträchtigungen nach HWS-Beschleunigungsverletzung.pdf

 

Sozialmedizin / Forschungsauftrag

Seit März 2009 besteht ein Forschungs- und Lehrauftrag für Sozialmedizin der psychologischen Fakultät an der staatlichen Russian State University of Tourism and Services Studies (RSUTS) / Moskau. Dr. med. Mehl wurde hierzu als Professor berufen. 

Eines der Ziele dieser Berufung ist die wissenschaftliche Vernetzung des europäischen Raums. Der Schwerpunkt der Forschungs- und Lehrtätigkeit wird dabei auf den psychophysischen Konsequenzen liegen, die sich beim Wechsel von einer Mangelgesellschaft zu einer Überflussgesellschaft ergeben können. Beide beeinflussen die Volksgesundheit auf unterschiedliche Art.

Gesellschaften, die sich nach westlicher Manier vom Mangel an Nahrungs- und Wirtschaftsressourcen sowie von gesellschaftlichen Zwängen befreien können, sehen sich anderen Gefahren ausgesetzt. Ihnen steht oft ein Überangebot an Entscheidungsfreiheiten offen, denen manche Menschen intellektuell oder emotional nicht gewachsen sind. In Wohlstandsgesellschaften bauen sich viele Bürger, mit Versicherungen und oft mit Hilfe staatlicher Sozialsysteme, selbst eine satte Komfortzone auf. Dort fühlen sie sich sicher, verlernen jedoch in dieser „Komfortzone“ zentrale Widerstandfähigkeiten. In der Folge schwächt sich u.a. ihr „emotionales Immunsystem“ ab, auch mit der Folge organmedizinischer Erkrankungen.

Wenn dann unvorhergesehene Belastungen auf diese Menschen einwirken, kann es vermehrt zu psychischen und auch körperlichen Erkrankungen „moderner Art“ kommen. Burnout, Depressionen und Suchtprobleme gehören mittlerweile zu den Spitzenreitern dieser Wohlstandserkrankungen. Sie werden begleitet von den unterschiedlichsten körperlichen Symptomen.

Die neuen, in großer Zahl auftretenden Krankheitsbilder verlangen nach neuen, wirkungsvollen sozialmedizinischen Präventions- und Therapiemethoden. Den Betroffenen soll eine Basis vermittelt werden, die Selbstbild, Selbstvertrauen und ihre Selbstwirksamkeit stärkt. Als Mediziner und Psychotherapeut hat Dr. Mehl mit seinem Team entsprechende Methoden entwickelt, die er am Privatkrankenhaus Wollmarshöhe seit Jahren erfolgreich umgesetzt hat. Dr. Mehl führt neben Vorlesungen auch Forschungsprojekte an Universitäten durch. Zusätzlich werden hospitierende Kolleginnen / Kollegen und Studentinnen / Studenten auf der Wollmarshöhe betreut.

Laufende Studie: 

  • Personenspezifische und gesundheitliche Aspekte im Kulturvergleich - eine epidemiologische Untersuchung mit dem Persönlichkeitsstrukturtest

Vertiefende Informationen finden Sie hier:

> Studien

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

„Was muss eine zukunftsfähige Gesellschaft und ihre Wirtschaft lernen?“ Ist die zentrale Frage, die zeitgemäßem BGM vorausgeht.

Dr. Mehl hat 2018 hierzu eine Gastprofessur an der European University zugesagt und fasst hierzu BGM, Strategie, Methoden und Implementierung in einer Schrift zusammen, die voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2019 bzw. Anfang 2020 in Form einer Habilitationsschrift erscheint.

Vertiefende Informationen finden Sie hier:

> Persönliche Meisterschaft.pdf
> Zukunftsfähige Gesellschaft.pdf
> Betriebliche Gesundheitsversorgung.pdf
> Bildungssysteme.pdf
> Gesundheitssysteme.pdf
> Basiskompetenzen Teams / Mitarbeiter.pdf
> Meisterschaft und Neurobiologie.pdf

 

Psychosynergetik

Als interdisziplinäres Forschungsfeld versucht Psychosynergetik, moderne wissenschaftliche Erkenntnisse und die Essenz alter Weisheitslehren vor dem Hintergrund eines evolutionistisch-systemischen Weltbildes ganzheitlich zu integrieren.

Kernprozesse der Persönlichkeitsbildung verstehen und fördern

Als Praxis der psychischen Veränderung stellt Psychosynergetik ein in sich stimmiges System synergistisch wirkender Tools zur Verfügung, die im Selbstmanagement, im (Selbst-)Coaching und in der Psychotherapie einsetzbar sind. Ziel ist es, die Kernprozesse der Persönlichkeitsbildung verstehen und fördern zu lernen, so dass das Neue nach einer Phase des bewussten Lernens aus dem spontanen Reagieren und Verhalten entspringt.

„Psychosynergetik ist ein bedeutender Beitrag zur Positiven Psychologie, einem neuen Forschungsgebiet, das sich derzeit in stürmischer Entwicklung befindet. Psychosynergetik bietet eine neue theoretische Grundlage für das Verständnis von persönlicher Freiheit und psychischem Wachstum, von Kreativität und Führungskunst. Zugleich ergibt sich hieraus eine Fülle wertvoller Empfehlungen für ein gelingendes Selbstmanagement und eine positive Lebensgestaltung.“

Zitate: Prof. Dr. Mihaly Csikszentmihalyi / Graduate School of Management, Peter F. Drucker / Claremont University, CA, USA

Dr. med. Dietmar Hansch, langjähriger Internist und Psychotherapeut der Wollmarshöhe hat hierzu einige Schriften verfasst, vertiefende Informationen finden Sie hier:

www.psychosynergetik.de

 

Sportmedizin: Bewegung und Einfluss auf die Psyche

Sport und Bewegung ist ein maßgeblicher therapeutischer Teil einer modernen psychosomatischen Medizin und damit wesentlicher Bestandteil des Konzepts der Wollmarshöhe.

Weitere Inhalte / Studien in Vorbereitung.