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Forschung | Sozialmedizin
Wissenschaftliche Vernetzung
Seit März 2009 besteht ein Forschungs- und Lehrauftrag für Sozialmedizin der psychologischen Fakultät an der staatlichen Universität Rugis / Moskau. Dr. med. Mehl wurde hierzu als Professor berufen.
Eines der Ziele dieser Berufung ist die wissenschaftliche Vernetzung des europäischen Raums.
Der Schwerpunkt der Forschungs- und Lehrtätigkeit wird dabei auf den psychophysischen Konsequenzen liegen, die sich beim Wechsel von einer Mangelgesellschaft zu einer Überflussgesellschaft ergeben können. Beide beeinflussen die Volksgesundheit auf unterschiedliche Art.
Gesellschaften, die sich nach westlicher Manier vom Mangel an Nahrungs- und Wirtschaftsressourcen sowie von gesellschaftlichen Zwängen befreien können, sehen sich anderen Gefahren ausgesetzt. Ihnen steht oft ein Überangebot an Ent-scheidungsfreiheiten offen, denen manche Menschen intellektuell oder emotional nicht gewachsen sind. In Wohlstandsgesellschaften bauen sich viele Bürger, mit Versicherungen und oft mit Hilfe staatlicher Sozialsysteme, selbst eine satte Komfortzone auf. Dort fühlen sie sich sicher, verlernen jedoch in dieser „Komfortzone“ zentrale Widerstandfähigkeiten. In der Folge schwächt sich ihr „emotionales Immunsystem“ ab.
Wenn dann unvorhergesehene Belastungen auf diese Menschen einwirken, kann es vermehrt zu psychischen und körperlichen Erkrankungen „moderner Art“ kommen. Burn out, Depressionen und Suchtprobleme gehören mittlerweile zu den Spitzenreitern dieser Wohlstandserkrankungen. Sie werden begleitet von den unterschiedlichsten körperlichen Symptomen.
Die neuen, in grosser Zahl auftretenden Krankheitsbilder verlangen nach neuen, wirkungsvollen sozialmedizinischen Präventions- und Therapiemethoden. Den Betroffenen soll eine Basis vermittelt werden, die Selbstbild, Selbstvertrauen und ihre Selbstwirksamkeit stärkt. Als Mediziner und Psychotherapeut hat Prof. Mehl mit seinem Team entsprechende Methoden entwickelt, der er am Privatkrankenhaus Wollmarshöhe seit Jahren erfolgreich umsetzt.
Prof. Dr. Mehl führt neben Vorlesungen auch Forschungsprojekte an der Universität durch. Zusätzlich werden hospitierende Kolleginnen / Kollegen und Studentinnen / Studenten auf der Wollmarshöhe betreut.
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