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Forschung | Erfahrungslernen
Erfahrungslernen – was bedeutet das?
Der Mensch ist ein komplexes, sich immer wieder veränderndes "System". Im wissenschaftlichen Kontext unterscheiden wir den körperlichen, seelischen und geistigen Bereich, und doch ist es ein System. In diesem komplexen "Gesamtsystem" betrachten wir hier die ungeheuer großen Wechselwirkungen.
Menschen nehmen zu jeder Zeit Informationen auf und speichern diese als Erfahrungen ab. Sie führen zu persönlich subjektiven Denk-, Fühl- und Verhaltensmustern. Ob und was wir daraus lernen, bestimmen wir zum Teil selbst. Durch das Lernen sind wir bestrebt, zu einer ganzheitlichen und persönlichen Meisterschaft zu gelangen. Diese persönliche Meisterschaft verlangt Basiskompetenzen und Aufmerksamkeit, Wahrnehmungsfähigkeit sowie die Fähigkeit, Verknüpfungen und Zusammenhänge erkennen und bewerten zu können.
Basiskompetenzen sind z. B. Kommunikations-, Kooperations- und Sozialverhalten, Durchsetzungsfähigkeit, Frustrations- und Kompromissverhalten, Zielstrebigkeit oder Bewältigungsverhalten. Diese Basiskompetenzen ermöglichen es, uns emotional, geistig oder körperlich weiterzuentwickeln - zu lernen.
Diese Basis des Lernens (Lernen lernen) gilt es herzustellen und zu perfektionieren.
Je tragfähiger und stabiler sie ist, um so schneller können wir darauf aufbauen. Individuell entwickelte Kompetenzen sind das Fundament, auf dem Hütten, Häuser oder Paläste entstehen. So werden aus Kindern verantwortungsbewusste Erwachsene, engagierte und gute Führungskräfte sowie erfolgreiche Leistungssportler.
Studien
Abgeschlossene Studie
Im Rahmen des integrativen Behandlungskonzeptes wurde insbesondere der Einfluss psychophysischer Expositionsverfahren auf die Behandlungsqualität und -quantität evaluiert. Darüber wurde eine Studie verfasst.
247 Patienten (Hochseilbegeher vs. Nichtbegeher) wurden bzgl. Wirkimpulsen und Effektstärken durch psychophysische Exposition auf einem Hochseilgarten untersucht. Ergebnis: Hohe Besserungsraten bezüglich Gesamtbeeinträchtigung, Depressivität, Ängsten, Kontrollüberzeugungen und Selbstwirksamkeit mit starken Effekten > 0,8. Hohe Effektivität, Effizienz und Praktikabilität dieses Verfahrens - veröffentlicht im Psychotherapeut, Heft Nr. 1, Januar 2008.
Follow-up Studie:
Die Zweijahreskatamnese ergibt weiterhin deutlich anhaltende Verbesserungen im Vergleich zur Kontrollgruppe (kurz vor der Veröffentlichung, Stand Juni 2009).
Laufende Studien:
- Persönlichkeitsstruktur als praedisponierender Faktor für Gesundheit und Krankheit
- Wirkimpulse durch Therapeutisches Bogenschießen in integrativen stationären Behandlungskonzepten
- Personenspezifische und gesundheitliche Aspekte im Kulturvergleich - eine epidemiologische Untersuchung mit dem Persönlichkeitsstrukturtest

